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Hamburger Hafen

829 Jahre Hamburger Hafen (1189 - 2018)

Im Jahr 1189 erteilte Kaiser Barbarossa den Hamburgern mit dem Freibrief das Recht, auf der Elbe Handel zu treiben. Zwischenzeitlich ist es erwiesen, dass dieser Freibrief eine Fälschung war, dennoch feiert der Hamburger Hafen jedes Jahr Anfang Mai den Hafengeburtstag. Das größte Hafenfest der Welt.

Deutschlands größter Seehafen

Der Hamburger Hafen ist Deutschlands größter Seehafen und zugleich Europas drittgrößter Container-Umschlagplatz nach Rotterdam und Antwerpen. Der Hamburger Hafen ist ein Universalhafen, d.h. alle Arten von Gütern werden hier umgeschlagen. Er bildet das pulsierende Herzstück der Hansestadt.

Offener Tidehafen

Der Hamburger Hafen ist ein offener Tidehafen, d.h. Ebbe und Flut bestimmen den Wasserstand. Das Wasser läuft bei Flut 5 Stunden lang auf, bei Ebbe 7 Stunden lang zurück Richtung Nordsee. Der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt durchschnittlich 3,70m. Besonders gut zu beobachten ist dieses Phänomen an den Übergangsbrücken der Landungsbrücken – bei Hochwasser stehen diese fast waagerecht, bei Niedrigwasser sind sie nur mit erheblicher Steigung zu überqueren.

Gut 105 Kilometer trennen die Hansestadt von der offenen Nordsee, die größeren Schiffe benötigen für diese Strecke je nach Tide zwischen 4 – 6 Stunden.

Aktuell können Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 12,80m tide-unabhängig den Hamburger Hafen ansteuern und verlassen. Nutzt ein Schiff die Flutwelle um in den Hamburger Hafen einzulaufen, sind bis zu 15,10m Tiefgang möglich. Der maximale Auslauf-Tiefgang beträgt momentan 13,80m, wenn der optimale Zeitpunkt genutzt wird. Der Engpass liegt in einer Untiefe in der Unterelbe auf Höhe Brunsbüttel, 2018 wurde beschlossen, die Elbe in den kommenden Jahren zu vertiefen.. Das Gebiet des Hamburger Hafens hat man bereits auf einen durchschnittlichen Tiefgang von ca. 16m vorbereitet.

Neben dem Tiefgang spielt auch die Höhe der Aufbauten auf den Schiffen eine Rolle, dies zeigt sich im Hamburger Hafen vor allem im Bereich der Durchfahrt unter der Köhlbrandbrücke. Je nach Tidenstand haben die Containerriesen und Massengutfrachter hier zwischen 50 – 55 m Platz. Mitunter bleiben nur wenigen Zentimeter Platz und die ganz großen Pötte müssen ein kurzes Zeitfenster von nur 10 Minuten zur Unterquerung nutzen. Die Köhlbrandbrücke hat noch eine erwartete Lebensdauer bis 2030, bis dahin muss eine Alternative geschaffen werden, entweder eine neue größere Brücke oder eine Tunnel-Lösung.

Universalhafen Hamburg

Im Hamburger Hafen werden alle Arten von Gütern umgeschlagen. Container sind inzwischen beim Stückgut das wichtigste Transportmittel, für rollendes Gut oder Schüttgut sind diese jedoch nicht immer optimal.

Die Massengutfrachter, oder auch Bulker, werden für den Transport von Schüttgut, wie z.B. Kohle, Erz oder Getreide genutzt. Größter Umschlagplatz für Massengut im Hamburger Hafen ist der Hansaport Schüttguthafen. Hier werden z.B. große Mengen Eisenerz für die Stahlproduktion der Salzgitter AG angelandet.

RoRo-Frachter (Roll-on, Roll-off) für rollendes Gut, das in Hamburg vor allem am O’Swaldkai und an der Kattwyk-Halbinsel an der Einfahrt zur Rethe verladen wird. Die RoRo-Frachter erkennt man leicht an der hohen Bordwand und der großen Klappe am Heck, ähnlich wie bei Fährschiffen, über die die Ladung selbständig einrollen kann. Manchmal wird bei Altfahrzeugen durch die Bumper-Vehicles auch etwas unsanft nachgeholfen.

Tanker mit ihren filigranen Rohrleitungsaufbauten sind hauptsächlich im Bereich Rethe und Süderelbe kurz vor Harburg zu beobachten.

Im südlichen Reiherstieg, sowie südlich des Tollerort ContainerTerminals im ehemals mittleren Freihafen bestimmt der Umschlag von Projektladung das Bild. Hier werden z.B. sperrige Maschinenteile, Schiffspropeller, Windkraftanlagen, Eisenbahnlokomotiven oder Waggons und ähnliche Güter fachgerecht auf Schiffe geladen und verzurrt.

Container für jeden Bedarf

Neben den Standard-Containern mit 20 Fuss und 40 Fuss Länge gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Spezial-Abessungen und funktionalen Container-Sonderanfertigungen.

Für Kühlgut hat sich der Kühlcontainer, bzw. Reefer, etabliert, es gibt Container in Überlänge und mit Extra-Höhenmaß, Containergestelle für Gasbehälter oder als Rahmen für Maschinenteile – das Standard-Maß hat sich für vielfältige Transporte durchgesetzt.

Hafenberufe

Noch vor ca. 50 Jahren war das Arbeitsleben im Hafen hauptsächlich von Knochenjobs geprägt. Kräftige Männer, die ordentlich zupacken konnten, haben das Bild der Arbeiter im Hafen bestimmt. Schauermann, Tallymann oder Quartiersmann waren die gängigen Berufe. Der Schauermann hatte dabei den „schaurigen“ Job, die Ladung von Hand anzupacken und umzuschlagen, der Tallymann hat gezählt, gewogen und kontrolliert und der Quartiersmann war für die fachgerechte Lagerung der Güter zuständig.

Heute finden sich zahlreiche hochspezialisierte Berufe im Hafen, wie z.B. der Checker, der Festmacher, der Containerbrückenfahrer und der Hafenlogistiker, dazu viele Büro- und IT-Arbeitsplätze, von denen aus die Abläufe an den Terminals gesteuert werden.

Kreuzfahrten

Seit Mitte der 2000er Jahre erlebt das Kreuzfahrtgeschäft in Hamburg einen wahren Boom. Ein Ende der Begeisterung sowohl für die Kreuzfahrtschiffe als auch für Urlaub mit dem Schiff ist nicht abzusehen. Im Hamburger Hafen werden am Terminal in der HafenCity bis zu 2 Schiffe zeitgleich abgefertigt, einen Liegeplatz gibt es am Terminal in Altona, sowie ein drittes Terminal in Steinwerder.

Steuerten Anfang der 2000er Jahre nur knapp 20 Kreuzfahrtschiffe pro Jahr den Hamburger Hafen an, so sind für das Jahr 2019 über 220 Anläufe geplant.

Aussichtspunkte rund um den Hamburger Hafen

Sie möchten sich einen Überblick über den Hamburger Hafen verschaffen? Da haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt (sortiert von West nach Ost):

  • Süllberg-Terrasse
  • Café in der Kuppel auf der Seniorenresidenz Augustinum
  • Dach vom Dockland
  • 20up Bar im Hotel Empire Riverside
  • Turmbar im Hotel Hafen Hamburg
  • Clouds Bar in den Tanzenden Türmen
  • Turm des Michels (der St. Michaelis Kirche)
  • Turm des Mahnmals der Nikolaikirche
  • Plaza der Elbphilharmonie
  • Aussichtspunkt auf der Südseite des Alten Elbtunnels in Steinwerder